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Baugebiet "Am Sand West"

Sehr geehrte Bauplatzinteressentin,Am Sand West

sehr geehrter Bauplatzinteressent,

 

zunächst vielen Dank für Ihr Interesse an einem Bauplatz in der Gemeinde Rottendorf. Zum Bebauungsplan „Am Sand West“ geben wir Ihnen den nachfolgenden Sachstandsbericht Juli 2020.

 

Sachstandsbericht zum Bebauungsplan „Am Sand West“

 

Verfahrensstand Bebauungsplan:

Der Bebauungsplan regelt die späteren Bebauungsmöglichkeiten für die einzelnen Grundstücke. Das Verfahren für die Aufstellung eines solchen Bebauungsplanes ist im Baugesetzbuch geregelt.

Der Gemeinderat hat in seiner Sitzung am 25. Juli 2019 den Satzungsbeschluss gefasst und den Bebauungsplan mit seinen Anlagen am 31. Juli 2019 öffentlich bekanntgemacht. Mit dieser Bekanntmachung ist der Bebauungsplan in Kraft getreten. Das Aufstellungsverfahren ist damit abgeschlossen.

 

Feldhamster:

Als Ausgleich für den im Baugebiet „Am Sand“ wegfallenden Lebensraum des streng geschützten Feldhamsters muss die Gemeinde Rottendorf auf einer Fläche von 70.000 m² durch entsprechende Bewirtschaftung (sog. „3-Streifen Modell“) feldhamsterfreundliche Bedingungen als Ausgleich für das Baugebiet schaffen. Diese Ausgleichsflächen konnten in der Flurlage „Speierleinsgraben“ durch entsprechende Verträge gesichert und die Bewirtschaftung geregelt werden.

Nach Erteilung der artenschutzrechtlichen Ausnahmegenehmigung durch die Regierung von Unterfranken zur Umsiedlung der Feldhamster auf die Ausgleichsflächen wurde Mitte August mit dem Fang der Tiere begonnen und die Umsiedlungsaktion in der letzten Augustwoche abgeschlossen. Um zu verhindern, dass sich weitere Feldhamster im Baugebiet ansiedeln, wird auf der gesamten Fläche des Baugebietes eine sog. „Schwarzbrache“ hergestellt und bis zum Beginn der Erschließungsarbeiten aufrechterhalten. Dazu werden die Böden so bearbeitet, dass die Tiere weder Deckung noch Nahrung finden.

 

Baulandumlegung:

In diesem Verfahren werden aus den heute noch bestehenden Ackergrundstücken die im Bebauungsplan vorgesehenen Bauplätze und öffentliche Plätze gebildet. Mit Abschluss des Bebauungsplanverfahrens kann der Umlegungsplan erstellt und das Baulandumlegungsverfahren abgeschlossen werden. Einen konkreten Zeitpunkt für den Abschluss dieses Verfahrens können wir zwar nicht nennen, gehen aber davon aus, dass dies im zweiten Halbjahr erfolgend kann. Nach heutiger Planung sind 24 Reihenhausgrundstücke, 6 große Grundstücke für Geschosswohnungsbau und 178 Grundstücke für individuellen Wohnungsbau vorgesehen.

Verkaufsbedingungen und Grundstückspreis:

Der Gemeinderat wird sich noch vor der Sommerpause mit der Erarbeitung von Vergabekriterien auseinandersetzen. Grundstückspreise können erst endgültig festgelegt werden, wenn die Höhe der Erschließungskosten bekannt ist. Selbstverständlich wird der Beginn der Grundstücksverkäufe öffentlich bekanntgemacht.

 

Erschließung:

Die Gemeinde Rottendorf hat die Erschließung des Baugebietes auf die "Bayerngrund" als Erschließungsträger mit einem städtebaulichen Vertrag übertragen. Voraussetzung für die Vergabe des Bauauftrages und damit den Beginn der Baurbeiten ist allerdings, dass alle Grundstückseigentümer  Erschließungskostenerstattungsverträge unterschreiben. Die Bauarbeiten für die Erschließung werden dann voraussichtlich im Süden von der Kreisstraße Wü 28 her beginnen und sukzessive nach Norden weitergeführt.

Wie oben bereits ausgeführt, wird die Gemeinde erst mit der Zuteilung der Bauplätze Eigentümerin der öffentlichen Flächen (Straßen, Wege, Plätze, Grünanlagen). Mit den Erschließungsarbeiten kann deswegen auch erst nach Abschluss des Umlegungsverfahrens begonnen werden. Voraussichtlich wird dies im Herbst 2020 der Fall sein.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Roland Schmitt, 1. Bürgermeister

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