Rottendorf ist weiter fair
Das Engagement für fairen Handel in Rottendorf ist ungebrochen. Deswegen konnte erneut der Titel Fair Trade Town verlängert werden. Darauf sind die politische Gemeinde und natürlich die Ehrenamtlichen stolz. Der Einsatz lohnt sich.
Weshalb aber Fair Trade Town? Haben wir bei uns nicht genug Probleme zu lösen? Natürlich steht auch hier einiges an, worum man sich kümmern muss, bloß schließt das zum einen nicht aus, dass man gleichzeitig anderes in den Fokus nimmt. Vor allem jedoch verursachen wir mit unserem Konsumverhalten woanders Probleme. Und da gilt es, sich dafür einzusetzen, dass diese so gering wie möglich bleiben.
Ganz deutlich wird das immer an Fast Fashion. Um billige Mode zu produzieren, werden Näherinnen ausgebeutet. Sie arbeiten zu lange, zu schlecht bezahlt und nicht gegen allerlei Gefahren geschützt, Arbeitsrechte gibt es nicht. Der faire Handel hingegen sorgt dafür, dass diese Frauen (und teils auch Männer) von ihrer Arbeit menschenwürdig leben können, dass nicht bereits Kinder zu schweren Arbeiten herangezogen werden.
Solche Strukturen finden sich auch in vielen anderen Branchen, z.B. bei Bananen, Kakao oder Schnittblumen. Hier anständig einzukaufen, haben sich die Fair Trade Towns auf die Fahnen geschrieben. Desgleichen unsere Grundschule als Fair Trade School oder unser Landkreis und auch der Bezirk Unterfranken.
Die vier Ehrenamtlichen von der Steuerungsgruppe koordinieren nicht nur Aktivitäten, sondern führen auch selber Aktionen durch. Unterstützt werden sie vom Rathaus, dem Weltladen und projektbezogen von Einzelpersonen. Weitere Unterstützer sind jederzeit herzlich willkommen, um auch in Zukunft faires und anständiges Konsumverhalten fördern zu können.

